Physiotherapie — Kristin Auert
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Osteopathie

Die Grundüberzeugung der Osteopathen ist, dass alles Leben Bewegung ist, was sich bis in die kleinste Zelle des menschlichen Organismus erstreckt. Ziel der Osteopathie(altgriechisch "Knochenheilkunde") ist es somit , die Beweglichkeit zu erhalten oder wiederherzustellen. Der Begründer der Osteopathie, der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still, entwickelte die Methode schon vor über 100 Jahren. Seine Überzeugung lautete,"dass Gott den Menschen so gut geschaffen hatte,dass man weder etwas wegzunehmen noch hinzuzufügen bräuchte".

Laut Still solle man dem Organismus lediglich Anstöße zur Anregung der inneren Heilkräfte geben, wobei der Therapeut sich als eine Art Mechaniker versteht, der das komplizierte Uhrwerk, den menschlichen Organismus, wartet, aber selbst nicht tiefgreifend eingreift. Die Selbstheilungskräfte des Körpers erledigen die eigentliche Arbeit. Spritzen und Medikamente gibt es beim Osteopathen deshalb nicht; die Osteopathie gliedert sich in drei Teilgebiete:

  • 1. Die Gesamtheit der Gelenke und der Knochen (Osteoartikulärer Bereich)
  • 2. Die inneren Organe und deren Zusammenhänge zum Gesamtorganismus (visceraler Bereich)
  • 3. Die Verbindung zwischen Schädel- und Kreuzbein (cranio-sacraler Bereich).
Die erste Sitzung besteht aus einer genauen Untersuchung des Patienten: wie steht, geht und sitzt er? Danach ein vorsichtiges Abtasten: Wie beweglich sind die Gelenke? Was kann die eine Körperseite, die andere dagegen nicht? Die Behandlung besteht dann aus einem sanften Wiederherstellen dieser Ungleichheiten.

Die Indikationen sind vielfältig: von Hexenschuß, Schiefhals, Sportunfällen, chronische Gelenkerkrankungen, Hörsturz über daraus folgenden Tinitus (Ohrgeräusche), Verdauungsstörungen, Blasenschwäche, Heuschnupfen, oder Asthma, Kreislaufschwierigkeiten, Menstruationsbeschwerden, Nervosität, Schlaf und Konzentrationsstörungen, Zähneknirschen bishin zu Schweißausbrüchen.

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